Honig

Was macht echten, naturbelassenen, österreichischen Bienenhonig so wertvoll?

 

Oft wird diese Frage gestellt, hier einige Antworten. Im naturbelassenen Bienenhonig wurden bisher über 187 verschiedene Inhaltsstoffe wissenschaftlich festgestellt, zusätzlich gibt es in der Bevölkerung einen reichen Erfahrungsschatz. Über 20 verschiedene Zuckerarten in gelöster Lösung, davon vorwiegend Frucht- und Traubenzucker machen noch lange keinen Honig. Viele in kleinen Mengen vorhandene, jedoch äußerst wichtige Inhaltsstoffe wie Enzyme, Aroma- und Duftstoffe, Aminosäuren Cholin, cholinergene Substanzen, Pollen, Vitamine, Mineralstoffe, Spurenelemente, Vitamine Flavonoide, Terpene, Tannine, Inhibine gehören dazu. Honig nach der Menge einzelner Inhaltsstoffe zu beurteilen, wäre nicht richtig. Die Vielzahl der Wirkstoffe in einem natürlich ausgewogenen Verhältnis ist entscheidend für ein optimales Stoffwechselgeschehen. Die Fülle der natürlichen Inhaltstoffe, besonders die wechselseitigen Beziehungen auf den menschlichen Organismus sind äußerst wertvoll. Die positiven Wirkungen auf einzelne Organe des menschlichen Körpers, lassen sich weniger durch einzelne, allein wirkende Substanzen erklären, sondern wird dieser Effekt durch ein gleichzeitiges Zusammenwirken mehrerer Honiginhaltstoffe begründet, einige Beispiele: Vitamin B1 ist unerlässlich bei der Aufspaltung des im Honig enthaltenen Zuckers, dabei wird es vom Spurenelement Mangan unterstützt. Magnesium kann wiederum nur bei Anwesenheit von Vitamin B6 genutzt werden. Nur bei Vorhandensein von Vitamin C und dem Spurenelement Kupfer, kann auch das im Honig enthaltene pflanzliche Eisen von unserem Organismus aufgenommen und verwertet werden. Chrom hat wiederum die Eigenschaft, die Wirkung des Insulins zu verbessern und gilt als "Glucose-Toleranzfaktor". Chrom ist wichtig für die Verwertung des Traubenzuckers im Körper, es sorgt dafür, dass das Insulin die volle Wirkung in der Zelle entfalten kann. Grundbausteine der Eiweißkörper sind die Aminosäuren, darunter zwei wichtige Verbindungen - das Acetylcholin und das Cholin.

 

Honig ist kein Ersatz für Medikamente für das Herz, jedoch kann das im Honig enthaltene Acetylcholin eine gute Unterstützung zu einer bestehenden Therapie bringen. Das Cholin erhöht die Zuckerausnützung und begünstigt den Einbau von Fruchtzucker in das Leberglykogen. Nach Genuss von Honig werden bis zu 80 % mehr Leberglykogen gebildet, als bei Verzehr gleicher Menge von isolierten Traubenzucker.

 

Weiters sind im naturbelassenen Honig bis zu 100 Duft- und Aromastoffe sowie die Inhibine das sind antibakterielle Substanzen vorhanden. Das alte Hausmittel - "trinkwarme Milch oder trinkwarmer Tee mit Honig", hat wie eh und je seine Berechtigung.

 

Echter Honig muss kristallisieren, zur Zeit der Honigschleuderung Mai bis Juli, Honig direkt beim Imker, Imkerin kaufen und tiefgefrieren oder den bereits gerührten Cremehonig erwerben. Honig sollte immer gut verschlossen, kühl und lichtgeschützt gelagert werden. Natürliches oder elektrisches Licht schadet dem wertvollen Produkt, nie mit der Mikrowelle verflüssigen, jede längere Wärmeeinwirkung vermeiden.

 

Für die Gesundheit und das Wohlbefinden der Menschen ist und war echter, naturbelassener Bienenhonig immer geschätzt. Gerade in unserer Zeit, wo immer öfter, viele industriell hergestellte Produkte in der täglichen Nahrungskette Verwendung finden, ist Honig nach wie vor ein wertvolles Produkt bei einer bewussten Ernährung.

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